Ein kompakter QRP SSB Transceiver für das 20-Meter-Band

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Das 20 Meter Band ist immer noch mein absoluter Favorit für den Selbstbau von SSB-QRP-Transceivern. Es eröffnet auch mit kleinen Sendeleistungen hervorragende Möglichkeiten für Verbindungen über ganz Europa und zeitweise weltweit. Außerdem halten sich die Ausmaße der Antenne in Grenzen. Nach dem letzten Projekt (meinem ersten TRX mit digitaler Frequenzsynthese) war ich allerdings etwas unzufrieden was die Ausmaße des Gerätes selbst betraf. Ging es nicht noch eine Nummer kleiner? Der TRX war in der Größe eines der größeren CB-Geräte gehalten und ich wollte nun einfach einen sehr kompakten  Transceiver für Portabelbetrieb z. B. mit dem Fahrrad oder beim Wandern. Im Prinzip sollte das Gerät nur ein klein wenig größer als ein „Handheld“ sein.

Folgendes „Pflichtenheft“ hatte ich so ungefähr im Kopf:

  • 5 Watt PEP (phone only).
  • Frequenzaufbereitung mit DDS, minimaler Frequenzschritt 10Hz..
  • USB und LSB schaltbar.
  • Die gesamte Schaltung inkl S-Meter-Verstärker und ALC musste auf weniger als eine Europakarte passen.
  • Einfachsuper mit 9 MHz Zwischenfrequenz, gute Trennschärfe, akzeptables Rauschverhalten und Empfindlichkeit wie die anderen von mir gebauten Geräte.

Im Netz fand ich den „Kajman Transceiver“ von SQ7JHM, OM Jurka (Link zur Schaltung). Es handelt sich um eine Schaltung mit 2 Mischern NE612, welche durch Minirelais den Signalweg umschalten und welche entweder als TX- oder RX-Mischer arbeiten bzw. als SSB-Modulator oder Produktdetektor.

Einerseits war dieses Konzept bestechend einfach, andererseits war es für das 80 Meter Band gedacht. Für das 20-Meter-Band war der Empfänger wie ich vermutete,wenig brauchbar. Ein Probeaufbau erwies, dass genau diese Vermutung korrekt war. Denn auf 80 Meter sind die Signalpegel deutlich höher und der schlechte Signal-Rauschabstand eines Empfängers ohne HF-Vorstufe ist auf 3.6 Mhz wesentlich weniger gravierend als auf dem relativ leisen 20-Meter-Band. Also „verpasste“ ich der Schaltung kurzerhand eine HF-Vorstufe mit einem Dual-Gate MOSFET, was die Empfängerleistung massiv verbesserte. Der RX unterscheidet sich jetzt akustisch und in der Performance nicht von den anderen von mir gebauten Geräten, obwohl er keinen Zf-Verstärker hat. Im Gegenteil, er klingt sehr „rund“ und ist sehr sensitiv. Auch leise Stationen aufzunehmen ist kein Problem.

Folgendes Konzept kam dann schlussendlich nach ein paar Experimenten auf dem „Breadboard“ bei meinen Überlegeungen für den „Mini Transceiver“ heraus:

  • Frequenzerzeugung durch DDS mit AD9835,
  • Sender dreistufig, letzte Stufe 2 * 2SC1306 im Gegentakt,
  • RX mit einer Zf und Hf-Vorstufe, Zeigerinsturment als S-Meter und AGC,
  • Manuelle Einstellmöglichkeit für RX Hf-Gain,
  • Abstimmung mit Kippschalter für „Up“ und „Down“ und Neutralstellung. Schaltbares Delta-f.

Hier ein Eindruck von der Größe des fertigen Gerätes (Höhe 4 cm, Breite 10 cm):

Funkgerät Kurzwelle QRP SBB Peter Rachow (DK7IH)

Funkgerät Kurzwelle QRP SBB Peter Rachow (DK7IH)

Die Schaltung:

QRP - DIE Schaltung

QRP – DIE Schaltung

73 es gd luck de Peter

 

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(C) 2014 Peter Rachow (DK7IH)

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